DSGVO bei KI-Tools: Was Unternehmen prüfen müssen
Kurzfazit
Der DSGVO-konforme Einsatz eines KI-Tools steht und fällt mit vier Punkten: einem gültigen Auftragsverarbeitungsvertrag, Klarheit über den Verarbeitungsort, einer geklärten Frage zur Trainingsnutzung eigener Daten und einer Rechtsgrundlage für die konkrete Verarbeitung. Viele große Anbieter erfüllen das inzwischen für ihre Business-Tarife – im kostenlosen Consumer-Zugang gilt das aber oft nicht automatisch.
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„DSGVO-konform" ist bei KI-Tools schnell behauptet und selten im Detail geprüft. Die folgenden vier Punkte solltest du dir vor dem Einsatz eines neuen Tools ansehen – unabhängig davon, wie vertrauenswürdig der Anbieter wirkt.
1. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Verarbeitet ein KI-Tool personenbezogene Daten in deinem Auftrag, brauchst du in der Regel einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Viele Anbieter stellen diesen nur für Business- oder Enterprise-Tarife bereit, nicht automatisch im kostenlosen Consumer-Zugang – ausführlicher am Beispiel von ChatGPT im Unternehmen.
2. Verarbeitungsort und Drittlandtransfer
Werden Daten außerhalb der EU verarbeitet, braucht es eine zusätzliche Rechtsgrundlage für den Transfer – etwa Standardvertragsklauseln oder ein Angemessenheitsbeschluss. Einige Anbieter bieten mittlerweile eine optionale EU-Datenresidenz an, meist beschränkt auf höhere Tarifstufen.
3. Nutzung deiner Daten zum Training
Prüfe, ob deine Eingaben zum Training des Modells verwendet werden dürfen – und ob sich das in den Kontoeinstellungen oder per Vertrag deaktivieren lässt. Für Business-Tarife schließen viele Anbieter das standardmäßig aus.
4. Rechtsgrundlage und Folgenabschätzung
Ein AVV allein reicht nicht: Es braucht zusätzlich eine Rechtsgrundlage für die konkrete Verarbeitung (z. B. berechtigtes Interesse oder Einwilligung) und je nach Risiko eine Datenschutz-Folgenabschätzung.
Praktisches Vorgehen
- Anbieter-Dokumentation zu AVV, Serverstandort und Trainingsnutzung sichten.
- Bei Unklarheiten direkt beim Anbieter nachfragen – viele haben dafür einen eigenen Trust-Center-Bereich.
- Ergebnis dokumentieren, bevor das Tool produktiv eingesetzt wird.
- Bei sensiblen Datenkategorien zusätzlich den Datenschutzbeauftragten einbeziehen.
Für eine erste, unverbindliche Einschätzung zu einem konkreten Tool kannst du unseren DSGVO-Check nutzen. Wie du KI-Tools grundsätzlich sinnvoll im Unternehmen einführst, zeigt Künstliche Intelligenz für Unternehmen; zur Frage, wie zuverlässig sich KI-Texte überhaupt erkennen lassen, mehr unter KI-Detektor.
Fazit
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